MARTIN HÖRTNAGL

Martin Hörtnagl

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Der Werdegang von Martin Hörtnagl vom Tischler zum Planer und Gestalter und später zum Unternehmer verlangten von ihm eine gewisse „Geradlinigkeit“. Mit Neugier, Kreativität und Schöpfergeist stellte er sich diesem „simplen Funktionieren im System“ und ließ aus den Geradeauslinien Formen, Figuren voller Farbe und Licht entstehen.

Vieler seiner Werke hatten von Anfang an und immer noch realistische und grafische Ansätze, dann wiederum taucht der Künstler in eine gewisse Skurrilität ein, wobei seine Figuren- und Fantasiekompositionen einen starken surrealistischen Hintergrund aufweisen.
Fast impressionistisch hingegen weiden seine „Schafe“ auf der Leinwand: Figurativ, mit einem Hauch Surrealismus und mit einer großen Portion Symbolismus.

Inspiriert von lebensphilosophischen und aktuellen gesellschaftskritische Themen entstehen fein kompositionierte Bildszenarien. Der Künstler möchte mit seinen Werken Geschichten erzählen, „Geschichten, die sich im besten Fall im Kopf des Betrachters zusammenfügen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“

Werdegang:
• 16.03.1972 in Innsbruck/Österreich geboren
• 1987-1995 Tischlerlehre und Tischler
• 1993 – 2005 Mitbegründer und jahrelanger Funktionär
des Kulturvereines „Ars-Cultus“
• 1995 – 2005 erste Gemeinschaftsausstellungen (Malerei, Fotografie, Möbel)
• 1995 – 1997 Ausbildung an der EBS Kuchl/Salzburg zum
staatl. gebr. Innenraumgestalter
• 1997 – 2007 Selbständig Tätig als Einrichter, Planer und Innenarchitekt
• 1999 – 2000 Dozent an der Einrichtungsberaterschule in Kuchl/Salzburg
(Fach: Form, Licht, Farbe und Freihandzeichnen)
• 2010 Mitarbeit an 2 Landart-Kunstwerke im Rahmen des Projektes „Kunst am Weg“, Kulturverein „Ars-Cultus“, Leutasch/Tirol
• 2007 – 2018 Unternehmer, Geschäftsführer und
Gesellschafter einer Firma für Holzböden
• 2018 Ausstieg als Geschäftsführer und Gesellschafter
• seit Anfang 2018 Hauptberuflich als Freischaffender Künstler tätig

• seit 2012 Intensive Auseinandersetzung mit der Kunst und der Malerei,
die sich mit einer Vielzahl von Einzel- u. Gruppenausstellung vorwiegend in Tirol und Wien niedergeschlagen hat.

Einzellausstellungen:
– 2018, Warehouse, Innsbruck, Fleisch und Schaf, Malerei
– 2017 u. 2018, John Montagu, Innsbruck, Skizzen und Holztafelmalerei
– 2017, Die Kulturbäckerei, Innsbruck, „Rotz auf Holz“ Einzelausstellung
– 2017, Zweitbester, Wien, „Rotz auf Holz“ Einzelausstellung
– 2015, Zweitbester, Wien, Einzelausstellung Malerei
– 2014, Kulturhaus Leutasch/Tirol; „kopflastig“ Einzelausstellung
– viele kleine Projekte z.B. Kunst am Schwendermarkt, Ausstellung im öffent. Raum

Gruppenausstellung:
– 2016, Die Bäckerei, Innsbruck, „painting meets sketches“, Föhnfest
– 2016, Kulturhaus Leutasch/Tirol, „Mikroben“ Gemeinschaftsausstellung „BUNT“
– 2013, Galerie – Ausstellungsraum, Wien, Heuriges 013 WIEN – BERLIN
– viele kleine Projekte z.B. Kunst am Schwendermarkt, Ausstellung im öffent. Raum

Katalog:
– 2017, Schafesbruder, Werkschau von 2012 – 2117, 68 Seiten, Auflage: 350 Stk.

Werkreihen

Im Laufe der letzten Jahre entstanden verschiedene Werkreihen in unterschiedlichen Techniken wie z.B. Zeichnungen mit Bleistift, Buntstift und Tusche auf Papier sowie Malereiarbeiten in Aquarell auf Papier, Acryl und Kohle aber vorwiegend Öl auf Leinwand und Holz.

• 2012 – 2017, Malerei und Zeichnungen:
Vorwiegend realistische Szenerien aber auch organisch, abstrakte Darstellungen.
Das Schaf oder die Ziege spielt keine unwesentliche Rolle. Diese Tiere symbolisieren die Menschenherde, wie es auch oft in der Bibel dargestellt wird. Im Bild „Schafesbruder“ wird dies am stärksten zum Ausdruck gebracht. Perspektivische Raumdarstellungen fließen auch oft in die Bilder mit ein oder bilden für sich eine Gesamtdarstellung wie im Bild „Zentagasse 22“ gut zu sehen ist. Oft und gerne werden diese Komponenten gemischt und somit entstehen spezielle Räume mit meist symbolischen Tierdarstellungen wie z.B. im Bild „Schafshimmel“

• 2014, Kopflastig:
-Tuschzeichnungen-
Wesentlich ist die spezielle Strichführung. Ein endloser Strich überlagert sich in kreisender Bewegung und somit entsteht ein gezeichnetes Gebilde. Die wichtigste Darstellung dieser Reihe ist der Herzkopf. Dieser war auch ausschlaggebend für folgenden Text: „Kopflastig“ – vorne und oben zu stark – unten zu wenig – die Mitte zu schwach – Kopf – kopfig – kopflastig – kopflästig – Herz im Kopf – Herzkopf – roll durchs Leben.

• 2016, Mikroben :
-Mischtechnik: Tusche und Aquarell-
Mikroben, winzig kleine Lebewesen, zu klein, um sie mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sie befinden sich im Wasser, in der Erde und in der Luft. Manche machen krank, andere gesund. Nur das sehen, anfassen und begreifen zählt, vergessen sind die Organismen. immer mehr in noch kürzerer Zeit. Holt die Lupe raus, es lohnt sich hin zu schauen, unter die Oberfläche zu blicken. Ja, und dann gibt es noch ein Schaf, ein Schaf in der roten Wüste. Es fließt Wasser auf dem Mars und es wächst Gras. Ist es rot oder grün?

• 2016 -2017, „Rotz auf Holz“ Holztafelmalerei:
-Öl auf Holz-
Die vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Holzoberflächen, Farbgebungen und Maserungen bildet die Basis und meist den Bildhintergrund. In Verschmelzung mit dem gemalten Motiv, welches sich auf einem neutralen Hintergrund verlieren würde, erzielt das Zusammenspiel aus Landschaft- und Strukturvorgabe der Holzflächen und der Malerei eine ganz spezielle Wirkung. Als Vorgabe dient lediglich das Format von 65x50cm und der Versuch, eine Serie von vier Bildern zu einem Thema herzustellen. Diese bilden einen nachvollziehbaren Zusammenhang, verstärken die Wirkung des Gesamtwerkes und führen somit mehr in die Tiefe, wobei jedoch auch jedes einzelne Bild für sich stehen kann. Konzeptionell verfügen die Werke realistische und grafische Ansätze. Die oft skurrilen Figuren und Fantasiezusammensetzungen weisen auf einen surrealistischen Hintergrund hin. Raum, Perspektive und Komposition spielen dabei eine wesentliche Rolle, was den Bildern häufig den Ruf von „Eigentümlichkeit und Zeitlosigkeit“ einbringt.

• 2017 -2018, „Fleischeslust“
-Öl auf Leinwand, Aquarell auf Papier, Skulpturen-
Die gesellschaftskritische Auseinandersetzung des Künstlers mit Fleischkonsum, Umgang mit Tieren und deren Auswirkungen beeinflusste diese Arbeit.
„Ausgehend von einem zunehmenden Bezugsverlust der Herkunft unserer Nahrung, im speziellen der tierischen Lebensmittelproduktion, lässt für mich die Annahme zu, dass wir als Konsumenten nur noch einen fragmentierten Blick auf unser Essen haben und den Weg vom lebenden Tier zum Nahrungsmittel nur noch schwer nachvollziehen können. Schön verpackt, portioniert, eingeschweißt, vermarktet und entwürdigt konsumieren wir oft Lebensmittel ohne uns jemals mit dem Lebewesen dahinter auseinander gesetzt zu haben.
Heute gilt Fleisch und vor allem die vielen Produkte tierischen Ursprungs als Billigware. „Wie wäre es wohl, wenn wir die Tiere, die wir essen, selbst töten müssten?“

Fleisch bedeutet für den Künstler nicht nur Nahrung, er betrachtet es auch als einen Teil von uns selbst. Unsere Muskeln, unser Blut, die Adern sind archaische Bestandteile des Menschseins. Martin Hörtnagl sieht die künstlerische Darstellung des Fleisches in seiner Tiefe und Oberflächlichkeit symbolisch für jeglichen unbewussten und verschwenderischen Umgang mit uns und unseren Ressourcen. Somit kann diese Darstellung ähnlich oder genauso auch auf andere Lebensmittelproduktionen, Bekleidungsindustrien, Rohstoffgewinnung und Umweltressourcen aber auch für Medien, Politik und Bildung und schlussendlich der Umgang mit unseren eigenen persönlichen Ressourcen umgelegt werden.

„Meist bleibt im eingeschränkten kleinen Blickfeld nur ein kleines, viereckiges, paniertes Stück Fleisch, schön verpackt und vermarktet im sterilen Kühlregal einer beliebigen Supermarktkette. Es ist spannend zu beobachten, welche Reaktionen die Abbildung von Fleisch oder toten Tieren als Lebensmittel beim Betrachter auslösen.“

martin@hoertnagl.com
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