MARTIN HÖRTNAGL

Landart konzentriert sich nicht auf eine bestimmte Skala, sondern arbeitet mit Räumen in kleinstem Maßstab bis zu ganzen Landstrichen. Der Naturraum und die sich darin befindlichen Objekte werden vom Künstler neu angeordnet und in einen künstlerischen Zusammenhang gebracht, wobei die Landschaft nicht nur als schöner Hintergrund sondern in Symbiose mit den Materialien selbst zum Bestandteil der Kunst wird. Je nach Art der Installation sind die Kunstwerke durch Witterung und andere Umwelteinflüsse nur für einen begrenzten Zeitraum sichtbar bevor sie wieder in den Kreislauf der Natur eingehen. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Farben schärft den Blick, macht aufmerksam, verändert unsere Sichtweise der Dinge. Kunst öffnet die Augen durch neue Perspektiven; Kunst provoziert Gefühle und Gedanken, die zu neuen Einsichten führen können.

Landart ist Ende der 1960er Jahre in den USA entstandene und kennzeichnete eine romantische aber auch eine explizit gesellschaftskritische Komponente. Dem Besitzbürgertum, das die Werke der bildenden Kunst nur noch als Spekulationsobjekte betrachtete, wollte man kein neues Konsumgut liefern. Man schuf deshalb in den abgelegenen Wüstengebieten Nordamerikas gigantische Erdbauwerke, die in keinem Museum, in keiner Galerie ausgestellt werden konnten, also weder transportabel, käuflich noch dauerhaft waren. Wenn jemand die Kunstwerke sehen wollte, dann musste er sich auf eine innere und äußere Reise begeben und die Skulptur direkt in der Landschaft unter freiem Himmel bei Wind und Wetter mit all seinen Sinnen erleben.

Die namhaftesten Wegbereiter waren unter vielen anderen Richard Long, Robert Smithson, Andy Goldsworthy, Michael Heinzer, Christo und Jeanne-Claude, Walter De Maria.
        

 

"Die Wächter des großen Steins"

Ort: Botanischer Garten der Universität Innsbruck 
Technik: Weidenstöcke und Steine
Zeit: Aug. 2018
In der Mitte thront auf Weidenstöcken ein mächtiger Stein, dieser wird von 88 Wächtern bewacht und beschützt. Schön, dass ich die Parklandschaft des Botanischen Gartens der Universität Innsbruck mit meiner Kunst bespielen durfte. Es war mir eine Ehre!

"Libanoneiche liebt Hopfenbuche"

Ort: Botanischer Garten der Universität Innsbruck 
Technik: Weidenstöcke und Steine
Zeit: Aug. 2018
Es gibt viele Pflanzen im Botanischen Garten von Innsbruck aber das sich nun gerade die Libanoneiche und die Hopfenbuche näher gekommen sind war wohl meine Schuld. Sorry, jedoch bis jetzt schaut es recht gut aus – ich glaube es könnt mehr daraus werden, auch wenn sie nicht vom selben Stamm sind!? Schön, dass ich die Parklandschaft des Botanischen Gartens der Universität Innsbruck mit meiner Kunst bespielen durfte. Es war mir eine Ehre!

"you will never see all the stones"

Ort: Botanischer Garten der Universität Innsbruck 
Technik: Weidenstöcke und Steine
Zeit: Aug. 2018
Wie man sich auch dreht und wendet, man wird bei dem Kunstwerk nie alle Steine auf einmal sehen. Die spezielle Baumkonstellation mag es nicht zulassen. Schön, dass ich die Parklandschaft des Botanischen Gartens der Universität Innsbruck mit meiner Kunst bespielen durfte. Es war mir eine Ehre!

"Daltons with Friends"

Ort: an der Leutascher Ache
Technik: Weidenstöcke und Steine
Zeit: Juli 2018
Die Daltons agieren in der Lucky-Luke-Reihe als typische Bösewichte und tragen häufig den Hauptkonflikt mit dem Cowboy aus. Dabei ist ihnen dieser deutlich überlegen, so dass die Gauner auch die Rolle des humoristischen Tollpatsches übernehmen. Ein weiterer Aspekt ihrer Charaktere ist der ständige Konflikt unter den Brüdern, vor allem zwischen Joe und dem trotteligen Averell. Dies führt oft dazu, dass sich die Daltons in erster Linie selbst besiegen. Ein Running Gag ist Joes ständiger Versuch, Lucky Luke zu seinem Diener zu machen, anstatt ihn zu töten oder ihn zu einem Banküberfall oder Ähnlichem zu zwingen. 

„Die Brüder Dalton sind verschieden groß, wobei die Differenz jeweils etwa einen Kopf beträgt. Meistens treten sie der Größe nach geordnet in einer Reihe auf, neben- oder hintereinander, egal ob sie laufen, reiten oder sich anders bewegen. So ist es auch mit den Freunden der Daltons, immer einen Kopf größer oder kleiner.“

"Lastenträger"

Ort: Museumsgarten Kulturhaus – Ganghofermuseum Leutasch
Technik: Fichtenäste, Draht, Stein und der rote Faden
Zeit: Juni 2018
„Gemeinsam (er)trägt man die Last.“
Lange Holzstangen biegen sich durch die Last des schweren Steines. Gemeinsam wird die Last getragen und verteilt sich gleichmässig je nach Stärke und Größe des Stammes. Gemeinsam kann man alles schaffen, sogar schwere Steine im Wind schweben lassen.

"Reservat"

Ort: Museumsgarten Kulturhaus – Ganghofermuseum Leutasch
Technik: Fichtenäste, Draht und der rote Faden
Zeit: Juni 2018
In dem durch ein Astgerippe und ein Geflecht aus roten Fäden abgesperrtes Reservat kann sich die Natur in der kultivierten Rasenlandschaft des Museumsgarten frei entwickeln.

"Waldgerippe"

Ort: SattlMannisWald Leutasch
Technik: Fichtenäste, Draht und der rote Faden
Zeit: Mai 2018

Wie ein ausgegrabenes Skelett formt sich das Waldgerippe in die Baumlandschaft des Waldes.
Das fragile Gebilde kann man leicht übersehen, zumal die dünnen Äste, durch ihre Farbe und Struktur im Wald nahezu unsichtbar werden. Erst auf dem zweiten Blick erkennt man das bizarre Gerippe.